Ringkrieg
Aus Elendil Lexikon
Zu Anfang des zweiten Zeitalters wanderte ein harmloser alter Mann, von den Noldor Annatar genannt, durch die Welt und verteilte Geschenke. Darüber hinaus unterrichtete er bereitwillig die Elben in der Schmiedekunst, unter ihnen tat sich besonders Feanors Enkel Celebrimbor hervor.
Die Meisterstücke dieser Zusammenarbeit waren die magischen Ringe der Macht. Jeder Ring hatte besondere Eigenschaften und konnte zum Wohl des Trägers eingesetzt werden. Die Zwerge fanden durch sie noch mehr Reichtum, während die Elben magische Kräfte erhielten.
Ein Ring jedoch, der von Annatar heimlich geschmiedete Herrscherring, war der mächtigste der Ringe und allen anderen weit überlegen. Er hatte einen großen Teil seiner eigenen magischen Kraft in den Ring gesteckt und war für immer mit dem Ring verbunden. Mit ihm konnte Annatar nicht nur die Gedanken der anderen Ringträger lesen, sondern auch nach seinem Willen steuern.
Als Annatar den Herrscherring nutze, bemerkte Celebrimbor die unglaubliche Macht der Ringe und brachte die drei Elbenringe in Sicherheit. Er erkannte gleichzeitig, dass Annatar in Wirklichkeit Sauron, ein Diener Morgoths, war.
Sauron brachte die übrigen Ringe in seine Gewalt um sie an mächtige Fürsten der Zwerge und Menschen zu geben. Durch die Kraft des Herrscherrings wollte er sie an sich binden und knechten, doch auf die Zwerge hatten die sieben Zwergenringe nur eingeschränkten Einfluss.
Viel schlimmer war es bei den schwachen Menschen. Die Ringe schenkten ihren Trägern ein unnatürlich langes Leben, doch nach und nach wurden sie in das dunkle Reich Saurons hinübergezogen und verwandelten sich in Schatten. Von da an nannte man die neun menschlichen Ringträger nur noch Ringgeister oder Nazgûl und sie wurden die gefährlichsten Diener des dunklen Herrschers.
Im Jahre 3430 des Zweiten Zeitalters schlossen die freien Völker unter den Bannern des Elbenfürsten Gil-galad und des Menschen Elendil das letzte Bündnis um Sauron endgültig zu vernichten.
In der Schlacht auf der Dagorlad wurde Sauron besiegt und zog sich in seine Festung Barad-dûr zurück. Die Festung wurde durch die Kraft des Rings zusammengehalten und konnte nicht zerstört werden, solange der Ring exisitierte.
Nach siebenjähriger Belagerung stellte Sauron sich schließlich seinen Gegnern. Er erschlug Gil-galad und Elendil vor den Toren seines Reiches. Isildur, Elendils Sohn, gelang es jedoch in einem glücklichen Moment Saurons Ringfinger abzuschneiden und den Ring an sich zu nehmen. Ohne den Herrscherring war Saurons Macht gebrochen und der Herr der Ringe verflüchtigte sich.
Endlich war ein großer Wendepunkt erreicht. Nach der Niederlage fehlte nur noch ein kleiner Schritt um Saurons Macht auf Ewigkeit zu vernichten und die Festung Barad-dûr zu schleifen, doch Isildur weigerte sich den Herrscherring zu zerstören. Stattdessen wollte er ihn selbst behalten und als wichtiges Erbstück an seine Nachfolger weitergeben.
Isildur wurde ein mächtiger Herrscher und regierte über beide Königreiche. In der Nähe der Schwertfelder wurde Isildur einige Jahre später von einer Horde Orks angegriffen. Er legte seine Rüstung am Ufer ab, sie wurde viele Jahre später durch Sarumans Schergen gefunden, und wollte sich durch den Fluss Anduin in Sicherheit bringen.
Der Ring bewies wieder einmal sein Eigenleben und glitt Isildur vom Finger. Der Menschenkönig wurde durch die Orks getötet und der Ring versank in den Tiefen des Anduin.
Jahre später angelten Déagol und Sméagol, zwei Hobbits vom Stamm der Starren, an der Stelle wo der Herrscherring im Anduin versank. Im Streit um den Ring erwürgte Sméagol seinen Vetter und behielt den Ring für sich. Er war der Macht des Rings nicht gewachsen und sein Geist verdunkelte sich immer mehr. Er verwandelte sich langsam in das abscheuliche Wesen Gollum und versteckte sich über vierhundert Jahre in den Höhlen unter dem Nebelgebirge.
Zur gleichen Zeit als der Hobbit Bilbo Beutlin auf seiner Reise zum Berg Erebor diese Höhlen durchwanderte, machte sich der Ring wieder selbstständig und ließ sich von Bilbo finden. Gollum, völlig außer sich vor der Gier nach dem Ring, machte es sich von da an zur Aufgabe den Ring wieder in seinen Besitz zu bekommen.
Bilbo Beutlin lebte trotz, oder auch durch die magische Kraft des Rings, viele Jahre glücklich in Hobbingen. An seinem 111. Geburtstag verabschiedete er sich von den Hobbits um wieder auf große Reise zu gehen. Nur schwer trennte er sich von seinem Ring, und übergab ihn seinem Neffen Frodo Beutlin. Zu diesem Zeitpunkt war der Zauberer Gandalf misstrauisch geworden und vermutete hinter Onkel Bilbos Ring ein großes Geheimnis.
Tatsächlich brauchte der Zauberer noch viele Jahre um endlich einen Beweis für seine Vermutung zu bekommen. Als er zu Frodo kam um den Hobbit über den Ring aufzuklären, war es bereits zu spät.
In all diesen Jahrhunderten erhob sich in Barad-dûr langsam wieder das Böse. Sauron war zwar besiegt gewesen, doch sein Geist war immer noch in Mittelerde und sammelte Kraft für den letzten Krieg. Durch Gollum hatte Sauron endlich Gewissheit über das Wiederauftauchen des Rings und schickte sofort seine Diener in die Welt um den Ring wieder in seine Gewalt zu bekommen.
Sauron fürchtete, dass seine Feinde den Herrscherring vor ihm finden und gegen ihn einsetzen würden. So entschloss er sich ihnen zuvor zu kommen und setzte seine Armeen in Bewegung.
Der Ringkrieg hatte begonnen.
Chronologie des Ringkriegs
3018 des Dritten Zeitalters
20. Juni - Gollum gelingt es aus der Gefangenschaft der Waldelben zu entfliehen. Er ist immer noch auf der Suche nach Bilbo und dem Ring und macht sich auf in Richtung Moria. Etwa zur gleichen Zeit nehmen die Nazgûl Osgiliath ein.
10. Juli - Gandalf erhoffte sich die Unterstützung durch Saruman, doch er wird von dem mächtigen Zauberer gefangen genommen und in Orthanc festgesetzt.
18. September - Gandalf gelingt die Flucht aus Orthanc. Der Adler Gwaihir trägt ihn nach Edoras. Dort zähmt Gandalf das Pferd Schattenfell und macht sich auf den Weg nach Hobbingen.
23. September - Frodo und Sam brechen von Beutelsend in Richtung Westen auf. Ihr Ziel ist Bree um dort auf Gandalf zu treffen.
25. September - Die Hobbits erreichen Krickloch
28. September - Die Hobbits erreichen die Hügelgräberhöhen und werden von einem Grabunhold gefangen genommen. Tom Bombadil befreit die Hobbits und sie setzen ihren Weg in Richtung Bree fort.
29. September - Die Hobbits erreichen Bree und kehren im Gasthaus Zum Tänzelnden Pony ein. Vom Wirt Butterblume erfahren sie, dass Gandalf schon lange nicht mehr hier gewesen ist. Dafür machen sie die Bekanntschaft mit dem Waldläufer Streicher. Streicher ist ein Freund von Gandalf und bietet sich als Führer nach Bruchtal an. In der Nacht kommt es in dem Gasthaus zu einem Angriff durch die Nazgûl, dem sich die Reisenden jedoch rechtzeitig entziehen konnten.
3. Oktober - Gandalf erreicht die Wetterspitze und bekämpft die Ringgeister. Er hinterlässt dort ein Zeichen.
6. Oktober - Die Wanderer erreichen die Wetterspitze und finden das Zeichen von Gandalf. Die Ringgeister sind immer noch auf der Wetterspitze und greifen die Reisenden an. Frodo wird durch die Klinge des Hexenkönigs verletzt. Ein Teil der Klinge brach ab und konnte erst durch Elrond in Bruchtal entfernt werden.
21. Oktober - Ankunft in Bruchtal (Rivendell), der bei den Elben als Imladris bekannten Zuflucht des Elbenfürsten Elrond. Imladris befindet sich in einem sicheren Tal an den westlichen Ausläufern des Nebelgebirges. Hier verweilen die Hobbits und warten das Ergebnis des "Rat von Elrond" ab. Vertreter aller freien Völker einigen sich darauf den Ring zu zerstören. Der Ring kann jedoch nur in den Feuern des Schicksalsberges vernichtet werden. Frodo übernimmt die Aufgabe und wird dabei von den Hobbits Sam, Merry und Pippin, dem Zwerg Gimli, dem Waldelb Legolas, den Menschen Aragorn und Boromir, sowie dem Zauberer Gandalf begleitet. Gemeinsam bilden sie die Gemeinschaft des Rings (Fellowship of the Ring)
25. Dezember - Die Gefährten verlassen Bruchtal
3019 des Dritten Zeitalters
11. Januar - Die Gefährten lagern am Fuß des Rothorns und bereiten sich auf die Überquerung des Passes vor. Aufgrund des starken Schneefalls müssen sie jedoch umkehren und entschließen sich durch Moria, die alte Zwergenstadt, zu durchqueren.
13. Januar - Die Gefährten erreichen das Westtor von Moria. Das Westtor ist durch einen Zauber geschützt, doch den Gefährten gelingt es das geheime Losungswort zu sagen. Entgegen ihren Hoffnungen finden sie Moria von allen Zwergen verlassen vor.
14. Januar - In Moria treffen die Gefährten auf einen Balrog. Gandalf stellte sich diesem Dämon und es kam zu einem gewaltigen Zweikampf in dem beide getötet wurden.
17. Januar - Die um Gandalf trauernden Gefährten erreichen Caras Galadhon. Die Stadt der Galadhrim ist in den riesigen Mallorn-Bäumen errichtet. Die Elben lebten darin in Fletts und in der Krone des höchsten Baums war das Flett von Galadriel und Celeborn.
16. Februar - Die Gefährten verlassen Caras Galadhon und wandern zum Anduin. Dort besteigen sie Boote und lassen sich den fluß hinabtreiben.
25. Februar - Schlacht zwischen den Rohirrim und Sarumans Armee bei den Furten von Isen (Schlacht an den Furten des Isen), in dessen Verlauf Théodred getötet wird. Théodred, Sohn von König Théoden, war der Thronfolger des Königs von Rohan. Die Rohirrim konnten den Grenzfluss nicht halten und der Armee aus Isengart gelang der Übergang.
26. Februar - Der Bund der Gefährten zerbricht. Orks greifen die Gefährten an, töten Boromir und nehmen Merry und Pipppin gefangen. Aragorn, Gimli und Legolas entscheiden sich dazu den beiden gefangenen Hobbits zu folgen. Frodo und Sam fliehen und ziehen alleine weiter.
27. Februar - Aragorn, Gimli und Legolas erblicken das Weiße Gebirge. Diese Bergkette erstreckt sich von Westen bis weit in den Osten. In die östlichen Ausläufer des Gebirges ist die Stadt Minas Tirith in den Fels geschlagen. In den Emyn Muil, einer Bergkette nördlich der Rauros-Fälle, finden Frodo und Sam erst nach drei Tagen einen sicheren Abstieg. Sie bemerken, dass Gollum immer noch hinter ihnen her ist und es gelingt den Hobbits Gollum zu fangen. Frodo ringt sich dazu durch Gollum als Führer zu nutzen.
2. März - Gandalf erreicht Edoras und findet König Théoden unter dem Einfluss von Grima Schlangenzunge. Dem Zauberer gelingt es den Bann zu brechen und Théodens Lebensgeister zu wecken. Éomer, König Théodens Neffe, wird als Dritter Marschall von Rohan der Oberbefehlshaber der Rohirrim.
3. bis 4. März - Die Schlacht um die Hornburg
5. März - Gandalf und Théoden erreichen Isengart. Ihnen fällt der Palantir von Saruman in die Hände. Pippin erliegt dem Reiz des Palantir und wirft einen Blick hinein. Obwohl er selbst nichts über Frodos Mission verrät, kann er doch einen Blick auf Saurons Pläne werfen. Im Palantir erkennt er eine große Stadt mit einem weißen Baum. Sofort macht sich Gandalf mit Pippin auf den Weg nach Minas Tirith.
9. März - Bei Osgiliath und Cair Andros überquert Saurons Heer den Fluss und verwickelt Faramirs Soldaten in Gefechte. Faramir zieht sich mit seinen Truppen vom Anduin zurück, wird jedoch schwer verletzt nach Minas Tirith zurückgebracht.
9. März - Frodo und Sam erreichen unter der Führung von Golum des Morgul-Tal.
9. März - Gandalf und Pippin treffen in Minas Tirith ein. Minas Tirith ist die Hauptstadt des Südlichen Königreichs und Sitz der Truchsesse von Gondor. Die Stadt wurde auf einem Felsvorsprung mit sieben Stadtmauern errichtet und wurde noch nie erobert. Denethor, der regierende Truchsess und Vater von Boromir und Faramir, empfängt Gandalf unwirsch.
9.-10. März - Théoden und seine Rohirrim sammeln sich auf dem Firienfeld südwestlich von Edoras.
11. März - Erster Angriff auf Lórien durch die Kräfte aus Dol Guldur, wird durch die Galadhrim unter der Führung von Celeborn zurückgeschlagen.
11. bis 13. März - Die Korsaren von Umbar greifen Pelargir und Lebennin an. Die Flotte kann jedoch durch Aragorn aufgebracht werden. Danach setzte Aragorn Kurs um die Flotte den Anduin aufwärts zum Pelennor zu führen.
12. März - Ents vernichten Truppen am Rand von Lórien.
12. März - Beginn der Belagerung von Minas Tirith.
15. März - Zweiter Angriff auf Lórien durch die Kräfte aus Dol Guldur, wird durch die Galadhrim unter der Führung von Celeborn zurückgeschlagen.
15. März - Die als uneinnehmbar geltende Minas Tirith Stadt kann dem gewaltigen Druck von Saurons Heerscharen nicht standhalten. Die Schlacht auf den Pelennor-Feldern erreicht ihren Höhepunkt, als König Théoden mit sechstausend Rohirrim das Schlachtfeld betritt.
15. März - Schlacht unter den Bäumen. König Thranduil, der Vater von Legolas, bekämpft die in den nördlichen Düsterwald einfallenden Orks.
17. März - In der Schlacht von Thal fallen König Brand und Dáin II. Eisenfuß. Belagerung des Erebor beginnt, die Festung kann sich jedoch bis zum Ende des Ringkriegs halten.
22. März - Dritter und letzer Angriff auf Lórien durch die Kräfte aus Dol Guldur, wird durch die Galadhrim unter der Führung von Celeborn zurückgeschlagen.
25. März - Die Schlacht am Morannon, dem "Schwarzen Tor" nach Mordor, und der entscheidende Sieg über Sauron, in dessen Verlauf auch der Ring und die Festung Barad-Dûr zerstört werden. Unter der Führung von Aragorn traten sechstausend Mann aus Rohan und Gondor gegen die gewaltige Übermacht an. Rechtzeitig vor ihrer endgültigen Niederlage gelang es Frodo den Ring zu zerstören und Saurons Heer flüchtete vom Schlachtfeld. Dieser Tag gilt auch als der erste Tag des Vierten Zeitalters.
28. März - Unter dem Kommando von Celeborn überqueren die Galadhrim den Anduin und beginnen den Sturm auf die Festung Dol Guldur.
30. März - Dol Guldur wird zerstört
30. März - Belagerung des Erebor beendet
6. April - Celeborn und Thranduil treffen im Düsterwald aufeinander.
3. November - In der Schlacht von Wasserau werden die unter Sarumans Befehl stehenden Menschen durch ein kleines Heer von Hobbits besiegt. Das Auenland wird befreit.
