Tar-Palantír
Aus Elendil Lexikon
Tar-Palantír, auf adûnaisch Ar-Inziladûn, auch Númellóte, war der fünfundzwanzigste König von Númenor. Er war der Sohn von Ar-Gimilzôr und Inzilbêth und Bruder Gimilkhâds. Seine Tochter war Tar-Míriel.
Sein Vater Gimilzôr war der größte Feind der Getreuen. Er verbot jedweden Kontakt mit den Elben, den Gebrauch ihrer Sprache und auch die heiligen Zeremonien am Meneltarma. Seine Mutter Inzilbêth jedoch war eine aus der Familie der Herren von Andúnie und heimlich eine Getreue; sie liebten sich nicht besonders. Auch zwischen den Kindern gab es immer Streit, der ältere Sohn, Inziladûn, war eher von der Art und Ansicht seiner Mutter, der jüngere aber, Gimilkhâd, ganz wie sein Vater, und Gimilzôr hätte lieber ihn als Nachfolger gehabt als Inziladûn.
Inziladûn nahm wieder einen Namen in hochelbischer Sprache an, Tar-Palantír, "der Weitsichtige", und das war er in der Tat, denn er konnte in den Herzen der Menschen lesen und wusste vieles, was anderen verborgen blieb. Er besuchte oft seine Verwandten in Andúnie und blickte von seinem Turm auf dem Hügel Oromet westwärts. Auch die Zeremonien beim Meneltarma führte er wieder ein.
Er prophezeite, dass, wenn der Weiße Baum Nimloth starb, auch die Linie der Könige vergehen würde.
